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Stadtgetümmel und Abtauchen – Manado und Bunaken

Manado_Bunaken28Und dann folgte wieder ein Reisetag: von Yogyakarta, Java, ging es weiter nach Manado, Sulawesi, mit kurzem Zwischenstopp in Makassar. Die Flugverspätungen hielten sich zur allgemeinen Überraschung in Grenzen, dennoch hatten wir genügend Zeit uns überall mit Essen und Kaffee einzudecken, bevor wir schließlich in Manado abgeholt (der reinste Luxus – mit Namensschild nämlich!) und in die Unterkunft gebracht wurden. Es war schon spät und unser kleines Grüppchen dachte sich es wäre doch fein noch irgendwo in eine gemütliche Bar zu gehen und so machten wir uns auf den Weg…. 2 Stunden und eine weniger gemütliche Bar erspähend später gaben wir auf und verbrachten den Abend doch lieber in der Unterkunft.

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Am nächsten Tag stand das Organisieren des Tauchausflugs auf dem Programm. Bunaken liegt ja nur wenige Kilometer vor der manadoischen (?:-)) Küste, man könnte also davon ausgehen, dass durchaus einige Tauchschulen in Manado exisitieren. Jaaaa, dem war leider nicht so, was wir nach einem mühsamen Fußmarsch in größter Hitze in einer recht tristen Hafenstadt dann auch einsehen mussten. Gut, dass es Telefone gibt und so ließ sich glücklicherweise schnell eine relativ günstige Unterkunft mit Tauchbasis in Bunaken für den nächsten Tag finden und wir machten uns auf den Rückweg, um nochmal Wäsche zu waschen. Zugegebenerweise war ich an diesem Tag nur mäßig gut gelaunt – der Jetlag und die Hitze machten mir zu schaffen – weshalb uns der von Jakob gesuchte, kürzeste Rückweg durch einige schmale Gässchen führte, wo wir unerwarteterweise auf ein Begräbnis stießen. Da man uns noch freundlich durchgewunken hatte und wir erst feststellten, um welche Art von Zusammenkunft es sich hier handelt als wir unmittelbar am Sarg vorbei gingen, schauten wir, dass wir zwischen betretene Miene machend und obligatorisches Lächeln sowie Winken erwidernd, schnell weiter kamen. Aber alles nicht so tragisch – aufgrund der Reaktionen, glaub ich ja fast, für uns war es unangenehmer, als für die versammelten Menschen…

Nachdem mein Indonesisch immer noch nicht über ein paar Wörter hinausgeht und Englisch hier nicht mehr so geläufig ist, war auch die Verständigung nur schwer möglich. Wieder in der Unterkunft angekommen, gab es für mich erstmal eine Pause während die Männer sich um die Wäsche kümmerten und guten Kaffee – das Lebenselixier – ausfindig machten. David und Jakob gut gelaunt, ich ausgeruht, gingen wir abends auf Essenssuche und siehe da wir wurden fündig: reingewunken in ein Restaurant in dem offensichtlich gerade ein Businessmeeting stattfand, tischte uns der Kellner allerlei lokale Köstlichkeiten auf und freute sich, über alles was uns schmeckte! Mit kugelrunden, vollen Bäuchen lehnten wir die Möglichkeit eines gemeinsamen Transports zur empfohlenen Bar ab und machten uns doch lieber auf den Rückweg, weil es am nächsten Tag ja wieder weitergehen sollte.

Ein weiterer Reisetag also, der angebrochen war. In kollektiver Faulheit ließen wir uns zum Hafen bringen, anstatt zu Fuß zu gehen, nur um dann auf der Suche nach einigen Kleinigkeiten und natürlich Kaffee die halbe Strecke wieder zurück zu gehen… Von der Unterkunft noch kurz vor Abfahrt informiert worden, dass das eigene Boot gerade in Manado sei um die Einkäufe zu erledigen und wir dort mitfahren könnten, machten wir uns also auf die Suche nach ebendiesem grün-gelben Boot und wurden fündig! Aber wie das laut den Männern halt so ist mit Frauen und shoppen, kann das manchmal länger dauern…. Schließlich stachen wir dann doch in See und landeten auf einer wunderschönen Insel – Bunaken! Und auch die Unterkunft (Panorama Diver Backpackers Resort) stellte sich als bezaubernd heraus: Bungalows in die Klippen gebaut mit einem tropischen Garten auf dem Hochplateau und Stelzenhäuser dazu – da kam auch bei David richtig Urlaubsfeeling auf!

Während David die nächsten Tage mit Tauchkurs beschäftigt war (A new OWD is born! Congratulations!!!!!), ließen Jakob und ich uns das leckere Essen schmecken und genossen die Unter- und Überwasserwelt mit Gottesanbeterinnen, Geckos, Wildschweinen, Fledermäusen, Krebsen, Schildkröten, Haien und vielen, vielen Fischen!!!

Eines Abends beim quatschen auf der zum Meer gehenden Terrasse des Restaurants, wurden wir von der Besitzerin lässig darauf aufmerksam gemacht, dass man von ihr den besten Ausblick auf die auf Sulawesi stattfindenden Vulkanausbrüche habe – wo auch gerade einer war… Mit leicht mulmigem, aber auch neugierigem Gefühl beobachteten wir den orangeroten Schimmer über einem der Vulkane bei einem Bier – irgendwie absurd und für dort doch wieder normal! (Das Foto ist aufgrund der Langzeitbelichtung am Holzbalkon etwas verwackelt, wir wollten es aber trotzdem drin haben…)

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Während dieser Woche lernten wir wieder einige spannende und liebe Menschen kennen und feierten Jakobs Geburtstag mit einem Oreo-Schokoladen-Törtchen, bis es schließlich nach einem abendlichen Lagerfeuer am Strand, auch für uns wieder Zeit war am nächsten Morgen weiterzureisen.

6 replies on “Stadtgetümmel und Abtauchen – Manado und Bunaken”

“endlich urlaubsfeeling“ is gut, das is in einer asiatischen großstadt mit sieben milliarden mopeds halt schwer 😛
besonders cool auf der insel – neben tauchen lernen und meinen unübertrefflichen reisebegleitern – waren die weberameisennester 🙂
a propos tauchen: ich bekomm gehäuft anfragen – auch international – wer der taucher auf den fotos ist. könnt ihr da weiterhelfen?
was is mit siau? da kommt schon noch was, oder? definitives Highlight, ganz grundsätzlich schon!
a ja, noch was: auch besonders cool am manado und so war dass wir übers erdbeben im palu oder wie das heißt
drübergeflogen sind…

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