
Jule und Tobi haben sich kurzfristig entschlossen uns in den Nationalpark zu begleiten und so nehmen wir gemeinsam den Bus zum Parkeingang, um dann nach einigen Preis- und Uhrzeitverhandlungen von Jule mit dem Bötchen weiter zur Rangerstation zu fahren. Das gemeinsame Zimmer hat ein Fenster, vier Betten und einen Ventilator – basic – aber ausreichend.
Nachdem uns der Park schon bei der Anreise mit seiner Schönheit beeindruckt hat, ziehen wir gleich los!! Die Deutschen voraus, die Österreicher in der Mitte und die gerade kennen gelernten Ungarn (Balint und Hanni) am Schluß. Es ist ein richtiger Dschungelpfad, wie man ihn aus den Indiana Jones Filmen kennt – nur mehr Menschen! Wir kommen beim ersten Strand an und sind überwältigt – mitten im Dschungel, steile Felsen und ein wunderschöner Strand!!



Hier passiert mir der Touristenfehler Nummer 1, ich packe mein Essen aus und ein einsamer, hungriger Makake kommt auf mich zugeschossen und schnappt sich die Nudeln. Immerhin setzt er sich nur einen Meter entfernt auf den Boden, macht die Tüte auf und wäscht die Nudeln erstmal – sie sind ihm offenbar zu stark gewürzt – bevor er sie genüsslich verspeist. So haben wir zumindest Fotos ganz aus der Nähe, wenn auch kein Essen mehr 🙂



Danach gehts weiter zum nächsten Trail … wobei wir auf dem Weg dorthin einen wertvollen Tipp von einer deutschen Familie bekommen: Sie haben gemeinsam mit ihrem Guide Nasenaffen gesehen und wir starten schnurstracks dorthin. Auf den ersten Blick: Nichts! Auf den zweiten: Das könnten welche sein… und ja, es sind welche! Ziemlich weit weg, aber immerhin… Und dann kommen sie gemütlich mampfend und grunzend (ich finde die Geräusche die sie machen so lustig!!!) näher und setzen sich in die Bäume über uns. Einfach so, mitten im Dschungel!!



Ja und dann gings weiter zum nächsten Strand – unsere deutsche Vorhut schon voraus – wir hinterher – durch dichten Dschungel, sumpfigen Gatsch und über geschliffene Steine, bis wir an einer Klippe ankamen von dem aus wir einen Überblick über eine traumhafte Bucht hatten! Sie lud einfach zum Schwimmen ein und trotz der Krokodilwarnungen machten wir uns auf den Weg nach unten um ins nicht ganz so kühle Nass (28Grad) einzutauchen. Krokodile haben uns keine gefressen, dafür haben wir ein Boot gefunden, das uns den beschwerlichen Rückweg erspart hat!






Wieder zurück in der Ranger Station gabs nach einer kalten Dusche erstmal Essen mit Ausblick auf Nasenaffen, die es sich in der Zwischenzeit auf den Bäumen vor der Lodge gemütlich gemacht hatten und auch durch die staunenden Touristen nicht stören ließen.






Anschließend brachen wir zur Nachtwanderung auf, wo wir auf einen Fliegenden Lemur mit Baby, einige Schlangen (auch die zweitgiftigste Schlange Malaysiens war dabei), Spinnen und wandernde Stecken stießen…. so genau wollte ich gar nicht wissen, was da im Dschungel alles so kreucht und fleucht…
Geschlafen haben wir trotz heftigen Gewitters erstaunlich gut und am nächsten Tag ging es dann schon zeitig zu einem Wasserfall mitten im Dschungel – dieser war zwar weniger hoch, dafür aber kühles Wasser!!! Von dort aus dann weiter zum nächsten Strand und dank Ebbe rüber zu einem noch größeren Strand – die Landschaft ist einfach beeindruckend!!! Tiere haben wir leider nicht mehr viele gesehen, lediglich eine Urzeitkrabbenmumie hats abgegeben.




Gut erschöpft und von einem Nasenaffenrudel verabschiedet haben wir uns am Nachmittag von der Ranger Station auf den Rückweg nach Kuching gemacht und dort mit Jule und Tobi noch lecker geschmaust, bis sie zum Flughafen aufgebrochen sind.












3 replies on “Bako National Park”
Sehr cooles Zeug treibt ihr da. Da habt’s ja eine Hufeisenkrabbe auf den Fotos! Das sind so tolle Viecher!!! Die haben den Dinos schon beim „Entwickeln“ zugesehen. Nehmt mir eine mit-ich mach Platz in der Badewanne!
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Immer wieder sehr begeistert 🙂
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Bako war wirklich seeehr genial! Borneo insgesamt rockt ziemlich!
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