Am 1. Juni 2018 war somit der Tag X gekommen, auf den wir uns doch länger vorbereitet hatten. Gebucht hatten wir ja nur den einen Flug von München nach Kuala Lumpur und dort die ersten 4 Nächte in einem Hostel sowie Bustickets von Kuala Lumpur nach Singapur (je € 10,80) am 30.08., damit wir eine Ausreise vorweisen können, falls wir dies brauchen. Ob wir diese nutzen oder (eher wahrscheinlich) nicht, wird sich noch herausstellen.
Luxuriöserweise ging der Flug ja erst um 14:35, wodurch ein recht gemütlicher Start um 09:00 in Tirol möglich war. Anstelle eines Flughafentaxis kamen wir in den Genuss, mit Begleitschutz zu fünft im eigenen VW-Bus hinauszufahren. Als Soundtrack hierfür passte natürlich nur Musik wie „Leaving On A Jetplane“, Trance und Darkthrone – der Abschied sollte ja nicht allzu leicht fallen.
Nach einem letzten Bierchen auf der Flughafenterasse kam dann der Moment des Abschieds beim Security-Check – nicht ganz tränenfrei, aber doch rührend. Hierfür nochmal herzlichsten Dank an Kathi, Dave und Didi, ihr wisst wirklich, wie man Abschiede kurz und schmerzlos macht, oder so…

Auf dem Flug mit Thai Air folgen wir dann zum ersten Mal einem Tipp, welcher bereits in unzähligen Blogs gegeben wurde. “ Bei der Sitzplatzreservierung zu zweit, in der Dreierreihe die beiden äußersten reservieren, da der mittlere mit ziemlicher Sicherheit frei bleibt.“ Und ja, es funktioniert! Somit hatten wir dann gute 10 Stunden eine Dreierbank für uns, konnten uns ausstrecken und hätten wunderbar geschlafen, wären nicht in der Reihe hinter uns zwei akustisch eher auffallende Menschen aus dem nördlichen Nachbarland gewesen. Wir mögen Bayern ja eigentlich wirklich, aber die Beiden hätten wir nicht gebraucht. Nach kurzer Diskussion entschlossen sie sich dann gütlicher weise endlich, die Beschallung der Kabine mit eher unrühmlichem Elektro-Sound zu beenden, wodurch die Nachtruhe gesichert war.
Nachdem der Flugzeugschlaf jedoch nie wirklich erholsam ist und aufgrund der Sitznachbarschaft auch noch verkürzt wurde, kamen wir nur dezent erholt in Bangkok zum dreistündigen Zwischenstopp an. Nach der ersten Willkommenszigarette zog Jakob dann los und erkundete erstmal den Flughafen (recht erfolglos) auf der Suche nach trinkbarem Kaffee und Julie machte ein Nickerchen auf einer der Bänke, was leider gleich unentspannt war wie es aussah. Aber immerhin war noch alles klimatisiert!
Der Weiterflug von Bangkok nach Kuala Lumpur war dann ebenfalls recht entspannt, wieder eine Dreierreihe für uns Beide (ja, es funktioniert tatsächlich) und Julie schlief mit kurzer Essenspause den gesamten Flug durch. Jakobs Timingtalent zeigte sich wiedermal, indem er zwar den ganzen Flug über Filme schaute, dann trotzdem beim Landeanflug einschlief und dann ganz überrascht war, wieso das Flugzeug steht. Erinnert wohl einige wenige von euch an frühere Urlaubsfahrten und Ausflüge…
Die extra gebuchten Bustickets nach Singapur benötigten wir dann bei der Einreise doch nicht. Offensichtlich werden Ausreisebestätigungen, zumindest in Malaysien, nicht flächendeckend verlangt oder es war reiner Zufall.
Auch interessant erschien uns, dass von Julie Fingerabdrücke abgenommen wurden, wie es in Malaysien ja üblich ist, bei Jakob allerdings darauf verzichten/vergessen wurde. Mal schauen, wie sich dies auf die Ausreise auswirkt…
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