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Going Down Under

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Adelaide und Melbourne

Wir hatten noch zwei Tage in Bangkok ohne unsere Freunde über, die wir größtenteils mit Blogschreiben, reorganisieren und ein wenig bummeln verbrachten. Dann ging es auch für uns wieder auf einen langen Flug und zwar über Melbourne nach Adelaide, Australien. Dort angekommen wurden wir von unserem Freund Hannes vom Flughafen abgeholt und in sein Zuhause, mitten in den Adelaide Hills am Rande des dortigen Nationalpark gelegen, gebracht. Auf der Fahrt (und auch die nächsten Tage noch) waren wir wie die Kinder: „Oh schau mal ein Kakadu… (große Augen!) Und schau ein Papagei!!“ Bei Hannes zuhause angekommen gabs erstmal ein gemütliches Kaminfeuer (das australische Sommerwetter war ziemlich garstig und sorgte im Laufe des Abends auch noch für einen Stromausfall…) und eine Käsejause – Superlecker!!

Die nächsten Tage machten wir gemeinsam mit Hannes die Umgebung unsicher: Strände und Küste (Glenelg) besuchen, Kitesurfen zuschauen und selber wieder probieren (Jakob) und mein persönliches Highlight in Adelaide: der botanische Garten mit Ibisen, schwarzen Schwänen, Kakadus, Flying Foxes, Papageien… Zwischendurch ging es noch auf einen Abstecher in einen Vapeshop, da Zigaretten doch zu teuer sind, und machen Bekanntschaft mit einer ganz eigenen Community. Außerdem haben wir ein neues Lieblingsspiel: Cards against Humanity!

In der nächsten Woche folgten Ausflüge in den Nationalpark, wo wir Bekanntschaft mit einem Emu-Pärchen und vielen Koalas machten, in das deutsche Hahndorf mit kleinen gemütlichen Cafes und Läden, nach Victor Harbour mit einer beeindruckenden Küstenlandschaft und in das Wildlifecenter, wo wir auf die ersten Kängurus trafen.

Gemeinsam mit Hannes und seiner Freundin Michelle brachen wir auf der Great Ocean Road dann Richtung Melbourne auf. Wir machten Rast an einem weniger pinken See, in dem Hannes gleich bis zum Knöchel im Schlamm versank und später noch an einem richtig pinken See – vollkommen surreal! An einem Abend wurde unser Campingerlebnis zu einem Cottage-Indoor-Erlebnis aufgrund des kühlen Sauwetters, was dem Spaß der gemeinsamen Reise jedoch keinen Abbruch tat. Wir erkundeten die Limestonecoast mit ihren beeindruckenden Felsformationen und suchten immer wieder die Umgebung nach freilebenden Kängurus ab, die sich anfangs gut vor uns versteckten. Schließlich in Melbourne angekommen stürzten wir uns in den Trubel des Nachtlebens entlang des Flusses, trafen uns mit Michelles Freunden und besuchten eine Rooftopbar.

Am nächsten Tag stand für uns statt Sightseeing dann Autokauf auf dem Programm und stellte sich in den nächsten Tagen als schwieriger heraus als anfänglich gedacht… Des Abends genossen wir wieder das rege Nachtleben in einer floating Bar und schauten uns erneut das Treiben am Fluß an. Hannes und Michelle mussten schließlich wieder zurück in die Arbeit und Jakob und ich blieben in Melbourne um unser Auto in Empfang zu nehmen, sobald das Geld auf dem Verkäuferkonto angekommen war… und wir warteten und warteten und warteten… Wir kamen in einem kleinen Airbnb unter, zwischendurch auf einer Baustelle und schließlich in einem Backpackerhostel, wo wir abends in einer Metallbar in der ACDC-Street auf einen lithauschen Philosophen trafen – es wurde ein spannender Abend! Und dann endlich war das Auto unser!! Wir schnurstracks alles eingeladen und los zum registrieren – und bähm: wir brauchen eine Adresse in Victoria… haben wir nicht. Weitere zwei Tage später erneuter Versuch mit notwendiger Adresse – passt – Auto ist registriert! Kann ja nicht mehr viel schief gehen, nur noch schnell Versicherung checken, dachten wir uns, und dann los – falsch gedacht! Mit gültiger Registrierung machten wir uns bei Linksverkehr in strömendem Regen auf den Weg zur Versicherung mitten in der Stadt und wollten im Parkhaus parken, um möglichst trockenen Fußes anzukommen – ein fataler Fehler: Unser hübscher grüner Landcruiser hätte ja locker rein gepasst, nicht aber das zughörige Dachzelt… es gab ein lautes Bums und wir standen… also gings wieder retour und in immer noch strömendem Regen begutachteten wir das fehlende Fenster inklusive triefend nasser Matratze und das windschiefe Zelt samt verschobenem Dachgestell… Nach tagelanger Warterei schon etwas zermürbt machten wir uns den Tränen nahe auf zum nächsten Mechaniker. Nach kurzer Inspektion hieß es, schaut nicht gut aus, aber in einer Woche ist Weihnachten, also keine Zeit wir sollten es doch die Straße runter nochmals probieren… Gesagt, getan, selbe Antwort… Auch unsere Bitte doch wenigstens ein Plastik in die Scheibe zu kleben, damit es nicht mehr reinregnet, wurde mit der Begründung abgelehnt, dass dringendere Arbeiten gemacht werden müssen. Irgendwo zwischen Wut und Verzweiflung kamen wir beim dritten Mechaniker an und er hatte Erbarmen mit uns zwei Häufchen Elend! In der Mittagspause wurde eine Scheibe bei einem Schrottwarenhändler organisiert (eine neue hätte von China geliefert werden müssen…) geschraubt, geflext, gehämmert und gerade gebogen und eine Stunde später waren wir wieder startklar und machten uns auf den Weg um noch ein paar Ersatzteile zu besorgen bevor wir schließlich auf einem feinen Campingplatz unser Lager aufschlugen. In den nächsten Tagen reparierten wir mit tatkräftiger Unterstützung von Rohan und Jeff (zwei Dauercampern) sowie Ken und Jenny aus Deutschland, unser Zelt, verschraubten Sonnensegel und Dachbox und waren endlich startklar!

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