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Der Start in Indonesien – Bali, Sanur

Bali - Sanur32

Sanur – Zivilisation und Urlaubsfeeling

Mit kurzem Zwischenstopp in KL kamen wir abends am Flughafen Denpasar, Bali an und hatten wieder mal Glück mit unserem Fahrer. Er war sehr freundlich und wir quatschten mit ihm über alles Mögliche, während wir im typisch balinesischen Stau nur langsam voran kamen. Er erzählte uns, wie er das große Erbeben erlebt hatte: Er stand gerade unter der Dusche und war dabei sich einzuseifen, als die Erde zu beben anfing, also rannte er mit einem Handtuch und voller Seife raus auf die Straße – alle seine Freunde und Familie haben ihn ausgelacht! Er erzählte uns auch, dass es in Bali deutlich spürbar gewesen sei, aber nichts zerstört wurde.

Mit einigen Tipps im Gepäck kamen wir in Ginas Guesthouse in Sanur an und es war richtig hübsch – sogar kleine Blüten hatten wir am Bett! Und wir stellten schnell fest, dass der Unterkunftsstandard deutlich „luxuriöses“ ist als in Malaysien – für die Selben Kosten. Es war zwar schon spät, als wir schließlich angekommen waren, dennoch beschlossen wir noch eine Runde spazieren zu gehen und einen Bankomat ausfindig zu machen. Das war dann doch eine ziemliche Herausforderung, da es Sonntagabend war und einige Bankomaten bereits leer waren. Somit wurde es ein längerer Spaziergang und wir konnten schon einige kleine Cafés, Souvenirläden und Restaurants ausfindig machen – alles richtig süß arrangiert, überall gemütliche Musik zu hören und viele kleine Kerzen und Lichter.

Fazit erster Abend:
Merkten wir was von Erdbeben? – Nein
War es touristischer als Malaysien? – Ja
Entstand der Eindruck von Massentourismus? – Nein, es war sogar sehr angenehm wieder einmal in einem touristischerem Gebiet zu sein.

Am nächsten Tag machten wir weiter mit unserer Erkundungstour und gingen nach einem kurzen Abstecher zu einem Tauchshop eines polnischen Franzosen weiter zum Strand. Dort konnten wir direkt an der Strandpromenade kilometerweit rauf und runter laufen und überall kleine Strandcafés mit leckeren Fruchtsäften und endlich wieder guten Kaffee für Jakob. Nachdem wir genug gelaufen und durchs Wasser zu den kleinen künstlichen Inseln gewatet sind, machten wir uns in eben einem Strandcafé gemütlich. Leider meldete sich der Tauchshopbesitzer viel zu früh wieder bei uns und berichtete, dass er einen Tauchcomputer für mich zum Normalpreis (die Hälfte des Touristenpreises und der Gleiche wie in Malaysien) bekommen konnte. Wir brachen also wieder auf und eilten wieder zurück zu seinem Geschäft – mein Knie musste es leider mit einer Abschürfung büßen, als ich über meine eigenen Füße fiel – obwohl die Gehsteige noch löcherlos waren…

Wir quatschten kurz mit dem Besitzer, der uns am Vormittag so freundlich weiter geholfen hatte und dann war ich stolze Besitzerin eines tollen grünen Tauchcomputers, der gleich am nächsten Tag seinen ersten Einsatz hatte. Wir waren nämlich gerade zurück in die Unterkunft gegangen, um ebendiesen dort zu lassen und ehe wir es uns versahen waren wir schon im benachbarten Tauchcenter. Jakob in seiner aktuellen Taucheuphorie sagte gleich drei zwei Tauchgänge am nächsten Tag zu und wir waren wieder draußen. Danach machte sich Jakob an die Fotos und ich erneut auf Bankomatensuche, die auch diesmal wieder nur von mäßigem Erfolg gekrönt war – schließlich waren Jakobs Karten für die nächsten 24 Stunden gesperrt und Geld um die Tauchgänge für den nächsten Tag zu bezahlen, hatten wir immer noch nicht…

Egal – neuer Tag, neues Glück – und so wars dann auch! Auf dem Weg zu unserem ersten Tauchspot in Tulamben fanden wir einen funktionierenden Bankomaten und das Problem war gelöst. Tulamben selbst ist ein kleiner Ort im Osten von Bali mit Steinstrand. Als wir dort ankamen waren bereits einige andere Tauchschulen vor Ort und wir starteten gemeinsam vom Strand aus zu dem auf 20 – 25m Tiefe liegenden Schiff aus dem 2. Weltkrieg. Es war riesig, bereits in einige Teile zerbrochen und über und über mit Korallen bewachsen. Wir konnten sogar durch einige Löcher ins Innere hineintauchen und auf der anderen Seite wieder raus. Was mich allerdings am Meisten beeindruckt hat, war das kristallklare Wasser mit einer Sicht von bis über 15m – wobei diese beim zweiten Tauchspot (Amed, inklusive schwarzem Sandstrand) sogar noch besser wurde!! Dort waren ganze Skulpturen und Teile von Tempeln im Wasser versenkt worden und von bunten Fischen umschwärmt. Leider können die Fotos einfach nicht wiederspiegeln was wir wirklich gesehen haben, aber sie geben zumindest einen Eindruck davon. Nach einem wunderschönen Tauchtag machten wir uns auf die Heimreise, die aufgrund der Marschproben für den Unabhängigkeitstag, etwas verzögert wurde – aber mittlerweile nehmen wir die Zeitangaben eh nicht mehr so genau 😀

Mit Riesenhunger zogen wir noch schnell mit unserem Gepäck zum Homestay des Bruders von Gina, da sie ausgebucht war und dann gings zur Essensempfehlung in den Warung Baby Monkey – es war köstlich!!! Wir haben uns schon einige Aufzeichnungen von unseren besten Essensgenüssen in Südostasien gemacht und werden einige Testesser für die Nachkochversuche brauchen – allerdings ohne Garantie J

Am nächsten Tag ging es für uns wieder früh los – wir fuhren mit dem Boot nach Nusa Penida, eine wunderschöne Insel zwischen Bali und Lombok. Gleich unser erster Tauchgang war am Ray Point und wie der Name schon sagt, fanden wir uns zwischen riesigen Mantarochen wieder. Es war ein unbeschreibliches Gefühl diese Tiere zu sehen wie sie durchs Wasser schweben und ich hätte Stunden damit verbringen können, wenn nicht irgendwann die Luft ausgehen würde. Vor allem die unglaublich sanften Augen der Mantarochen haben es mir angetan!!

Danach fuhren wir noch zu zwei anderen Tauchspots entlang der Insel die ebenfalls sehr schön waren, speziell das kristallklare Wasser und die bunten Riffe waren spektakulär – ebenso spektakulär war allerdings die Wassertemperatur, die manchmal (trotz zweier Wetsuits übereinander) richtig ungemütlich eisig wurde.

Während unseres letzten Tauchgangs war in Bali erneut ein leichtes Erdbeben zu spüren, wir hatten im Wasser jedoch nichts davon mitbekommen. Zurück an Land ging es für uns erstmal unter die Dusche und dann überlegten wir uns, wohin es für uns in nächster Zeit gehen sollte, da wir beschlossen hatten, den ursprünglichen Reiseweg von Bali über die Gilli Islands und Lombok nach Komodo zu fahren, fallen zu lassen. Nach einem weitern leckeren Essen im Baby Monkey – wir ersparen euch genauere Details und Fotos, um euch nicht den Mund wässerig zu machen – fiehlen wir dann erschöpft in unser feines Bett mit weißer Bettwäsche – Alex, you know what I mean, do you? J Nach einem gemütlichen Relax- und Bummeltag ging es dann weiter zu unserer nächsten Station: Ubud – die Stadt im Dschungel…

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