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Unter dem Meer
Nach einer pinken Nacht mit leckerem pinken Frühstück ging es dann weiter zuerst mit dem Bus zum Hafen und von dort 45 Minuten mit dem Schnellboot nach Mabul Island. Ich liebe Bootfahren am Meer, es ist warm, richtig warm und eine Meeresbrise bläst einem den angenehm salzigen Duft um die Nase. Der Luxus machte sich schon vor der Ankunft bemerkbar, wir hatten unsere Rucksäcke das letzte Mal beim Beladen des Busses in der Hand…


Beim Steg angekommen, wurden wir gleich darüber informiert, dass nach dem Mittagessen schon die ersten zwei Tauchgänge beim Hausriff anstehen – Juhuuu!! Wir wurden durch die Bungalowanlage geführt, machten Bekanntschaft mit den ersten Riesenechsen und bekamen eine Einführung mit einer Power Point Präsentation. Dann wurde der Bungalow bezogen – weiße Bettbezüge, weiße Handtücher und viiiiel Platz!! Sogar eine Terrasse in den Garten hatten wir 😀 Nach einer ersten schnellen Dusche (einziger Kritikpunkt: das Wasser stank abartig nach Kloake!) gings zum Mittagsbuffet mit richtig leckerem Essen. Danach erstmal Equipment checken und schon die ersten Infos bekommen, dass chinesische Touristen sich keiner besonderen Beliebtheit erfreuen…



Und dann ging es los mit dem ersten Tauchgang gemeinsam mit einem chinesischen Vater-Sohn-Pärchen – bald hatten wir verstanden, worin die Genervtheit hinsichtlich der chinesischen Touristen bestand! Alle waren tauchbereit – aber wo waren die Chinesen? Es ging dann doch los und es war ein tolles Gefühl wieder unter Wasser zu sein – die Schwerelosigkeit, die Masse an Leben unter Wasser und wir schwammen einfach ruhig zwischen den Fischen und den Wracks durch. Am Hausriff begegnete uns gleich schon die erste Meeresschildkröte, viele bunte Fische und sogar ein ganzes Tuktuk war halb im Sand eingegraben. Wir waren noch recht unsicher bezüglich unserer Tauchfertigkeiten, umso mühsamer war es ständig von einem der Chinesen angerempelt zu werden.



Nach den beiden Tauchgängen erkundeten wir ein wenig das Fischerdörfchen in der Nähe der Bungalowanlage – der Unterschied zwischen arm und reich war hier nur allzu deutlich erkennbar, was uns doch etwas auf den Magen schlug…. Dennoch war das Abendbuffett ebenso lecker wie das Mittagsbuffett und es schlief sich himmlisch in unserem Bungalow.




Am nächsten Tag ging es dann um 08:30 weiter mit den nächsten Tauchgängen, bei denen wir dann auch langsam anfingen unsere kleine GoPro – im Vergleich zu den riesigen Unterwasserkameras der meisten anderen Gäste – mitzunehmen, um diese zauberhafte Welt in Bildern festzuhalten. Unsere Tauchkünste verbesserten sich mit jedem Tauchgang, was viel Freude machte. Besonders ich war froh darum, dass der Druckausgleich kein Problem mehr für mich darstellte und sowohl Wall-Dives (bei denen an einer steil abfallenden Wand nach unten getaucht wir), als auch Drifttauchgänge (hier wird einfach mit teilweise sehr starker Strömung mitgeschwommen, was insbesondere das Ausweichen vor etwaigen Hindernissen (Steinformationen, Chinesische Mittaucher,…) notwendig macht, klappten ohne größere Probleme. Die beiden Chinesen verloren wir einmal, konnten sie allerdings kurz nach dem Auftauchen wieder ausfindig machen. An diesem, unseren zweiten Tag lernten wir Joost und Melanie aus Holland kennen und quatschten Abends noch ein wenig in gemütlicher Runde.


Der dritte Tag war noch nicht angebrochen, trotzdem aufstehen um 04:30, weil die Abfahrt nach Sipadan für 05:30 geplant war. Leider hatte es diesmal Jakob erwischt, er hatte etwas Falsches gegessen und entschied sich, lieber die Toilettenschüssel zu umarmen, als tauchen zu gehen… So zog ich also alleine los, während sich Jakob darauf konzentrierte möglichst schnell wieder fit zu werden! In Sipadan angekommen, mussten wir uns erstmal registrieren lassen und wurden darauf hingewiesen von Erkundigungen der Insel Abstand zu nehmen, da die darauf stationierte Militäreinheit keinen Spaß versteht. Dann ging es los zum ersten von insgesamt 4 Tauchgängen an diesem Vormittag. Die Meeresschildkröten in allen Größen, hatten sich ebenso wie die Riffhaie gemütliche Plätzchen am Grund gesucht, um wahlweise ein Nickerchen zu halten oder sich von den kleinen Putzerfischen reinigen zu lassen. Ein ganz besonderes Erlebnis an diesem Tag war der Schwarm von Barracudas, der sich mit zunehmender Strömung zu einer Mauer formierte hinter der wir eine Zeit lang herschwammen, um uns schließlich weitertreiben zu lassen.
Zurück auf Mabul ging es Jakob schon etwas besser, allerdings verbrachte er die meiste Zeit des restlichen Tages damit sich gesund zu schlafen, während ich mich zum Pool legte und weiter mit Melanie und Joost quatschte. Zum Abendessen wurde lecker gegrillt (Jakob bekam zwei Scheiben Toastbrot mit Nichts) und danach ging es früh ins Bett, weil insgesamt doch recht anstrengend und so viele Eindrücke zu verarbeiten waren!
An unserem vorletzten Tauchtag konnte Jakob wieder mitkommen und es ging gleich morgens nach Kapalai Island und anschließend zu einem Tauchplatz an dem sich viele kleine bunte Tierchen tummelten (wir haben übrigends probiert die Fotos zu beschriften, falls euch die Namen der Tiere interessieren). Mein absoluter Favorit an diesem Tag waren die Fetzenfische (ghost pipefish), die mich an Seepferdchen bzw. kleine Drachen erinnern. Zum Abschied von Melanie und Joost gingen wir noch gemeinsam zur Bar ein Bierchen trinken und tauschten Fotos aus.
Und dann ging es für uns (nochmal) gemeinsam nach Sipadan, da Jakob ja krank gewesen war. An diesem Tag waren wir eine sehr feine Gruppe mit einem Pärchen aus Australien und einem Pärchen aus Singapur. Alle waren langjährige und leidenschaftliche Taucher und wir bekamen viele Tipps für unsere weitere Reise. Auch eine Einladung von Carmel und Rex aus Australien hatten wir als wir schließlich Mabul am nächsten Tag verlassen mussten. Es hat unglaublich Spaß gemacht so viel Zeit unter Wasser zu verbringen und ich stellte wieder einmal fest, dass Taucher ein sehr entspanntes feines Völkchen sind, mit dem wir uns sehr wohl fühlen.






















































