Wir fuhren also mit der Fähre ca. eine halbe Stunde zurück zum Hafen in Kuala Besut und ließen uns nochmal so richtig die Meeresluft um die Nase wehen, bevor es in die Zivilisation geht. Am Hafen wurden wir von einer Dame empfangen, die uns Beine machte und wanderten in der prallen Mittagshitze mit unseren Rucksäcken zum Busbahnhof. Dort angekommen war noch ausreichend Zeit bis wir den, wie immer äußerst komfortablen Reisebus, bestiegen. Es ging quer durch das Landesinnere, vorbei am Nationalpark und den Highlands. Die Landschaft war wunderschön, meist Regenwald, leider auch viele Palmen-Monokulturen für die Palmölindustrie. Hier wird einem erst richtig bewusst, was es heißt, Regenwald zu zerstören, um Produkte herzustellen, die meist in den Westen exportiert werden…. Die erste Pause gabs nach ca. 4,5h und wir jausneten leckere Früchte und einen Burger. Es waren noch 3h Stunden bis Kuala Lumpur, schaute gut aus – bis zum einstündigen Gebetsstopp eine halbe Stunde später… Manchmal kann es auch nerven!


Wir kamen statt wie geplant um halb neun, um halb elf Uhr nachts in KL an. Öffentlicher Verkehr war nur noch mäßig vorhanden, also gings mit dem Grab zurück zum Rainforest Hotel – endlich wieder weiße, saubere Bettwäsche – ich kam mir vor wie im reinsten Luxushotel!
Die nächsten beiden Tage verbrachten wir mit Shoppen, Wäsche waschen und natürlich bloggen. Für Jakob gabs einen Tauchcomputer ab, da es ja als nächstes weiter nach Sipadan (Sabah, Borneo) geht – und er freute sich wie immer sehr über das neueste Spielzeug. Zwischendurch gab es das beste vegetarische Mittagessen, das ich je hatte – so würde auch mir der Fleischverzicht leicht fallen!

Einen Abend verbrachten wir im südamerikanischen Viertel und ließen uns zur Abwechslung mal Tortillas und Wraps – unsere derzeitige Lieblingsalternative zum ebenfalls leckeren malaysischen Essen – schmecken.

Und dann ging esa wieder zum Flughafen und nach Tawau. Jakob entdeckt einen Automaten der MP3 Player für €2,- ausspuckt und konnte es natürlich nicht lassen, das auszuprobieren…


In Tawau wurden wir trotz zweistündiger Verapätung schon von einem Fahrer erwartet (manchmal ist es doch angenehm, bereits im Vorfeld zu buchen, auch wenn es hier ohnehin unumgänglich war) und weiter nach Semporna ins Hostel – mit eindeutigem Thema – gebracht.
Semporna im Gesamten ist nach Möglichkeit eher zu vermeiden (Eine Oma die Kinder mit dem Messer bedroht, da diese ihr den Gehstock gestolhen haben, Autoparties vor der Tür, leider nur mit einem Lied in Dauerschleife, im Hintergrund dafür eine Stunde lang die Alarmalage der Bank gegenüber und im Nebenzimmer entnervte und fluchende Franzosen…).
Das 1mybackbacker-Hostel hingegen ist durchaus zu empfehlen, auch wenn eine Beschreibung mit Worten eine Aufgabe wäre, der wir nicht gewachsen sind. Daher überlassen wir das mal den angehängten Fotos… Die Chefin und ihre Mitarbeiterinnen (Ja, natürlich ohne Binnen-I) waren jedenfalls wirklich der Hammer und unglaublich lieb!












