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24 Stunden quer durch Malaysien – Tip of Borneo bis Perhentian Islands

Um 9h00 fuhren wir mit einem Nachbarn des Bungalowbesitzers nach viel Gewinke und Umarmen zurück nach Kudat. Dort wurde unser Gepäck ohne unser Zutun schon in den nächsten Jeep geladen. Dieser war alt, sehr alt, aber es wurden 7 Sitze darin montiert. Wir warteten – schließlich mussten es 8 Personen inkl. Fahrer werden, bis der „Minibus“ abfahren würde… 1 Stunde später war es soweit – wir fuhren los! Über Stock und über Stein – ich saß auf der Kante zwischen zwei Sitzen…

Der Fahrer war mehr damit beschäftigt seinen ohnehin übermüdeten und quängelnden Sohn vom Schlafen abzuhalten, als vom 3. Gang bergauf mit 10 km/h in möglicherweise den 2. oder auch 1. Gang zu schalten… Wozu auch, irgendwann gings eh wieder runter und dann muss man ohnehin wieder rauf schalten… 2 Stunden bis zur ersten Pause… Jakob erlöste meinen Hintern für die weiteren 2 Stunden von seinen Qualen und tauschte Platz mit mir. Somit waren wir nach der ersten Etappe in KK angekommen, schon buchstäblich ziemlich gerädert! Weiter ging mit dem Grab zum Flughafen, der ja angeblich eine Wäscherei und einen Bankomat hat. Kurzes Zittern beim Einchecken, ob bei dem Flug auch alles glatt geht – klappt!

Wäscherei war keine aufzutreiben und die Zeit wurde eh schon knapp, also mit der Schmutzwäsche im Schlepptau und wiedermal auf den Bankomat vergessend rein in den Flieger. Die Flugzeugnahrung fiel etwas spärlich aus, der Hunger nagte… Sicher in KL gelandet ging es mit dem Zug weiter zur Busstation und rein in den Kühlschrankbus. Warm eingepackt waren wir bereit für die Nachtfahrt von KL nach Kuala Besut. Der Fahrer meinte es gut und wollte rasch am Ziel ankommen, dementsprechend schwankte der Doppeldeckerbus auf den Straßen durch die Highlands. Wir bekamen dennoch die ein oder andere Stunde Schlaf, waren aber um 5h30 am Busbahnhof in Kuala Besut dennoch dezent erschöpft. Die Fährentickets waren einfach zu bekommen, Transport zum Bootsanlegesteg bereits inkludiert, nur der Bankomat öffnete erst um 7h00. Nicht viel Zeit, da die Fähre um 7h30 ablegt – dann spuckte dieser Hundling auch noch erst bei der 4. Karte Geld aus… Ging sich trotzdem noch alles aus, weiter zum Bootsanlegesteg, ab auf die Fähre und unter viel gewumms (Fachausdruck vom Wolfgangsee für das Geräusch, welches zu kleine Boote mit überhöhter Geschwindigkeit beim Aufschlagen auf zu hohe Wellen machen) rüber zu den Perhentian Islands.

Und der erste Anblick entschädigte uns für alle Strapazen, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: es ist wunderschön!! Das Wasser war so klar, dass wir schon vom Boot aus bis zum Grund sehen konnten. Unsere Unterkunft ist die einzige an diesem Strand und wir wurden von der Fähre auf ein kleines Bötchen umgeladen um zum Strand zu kommen, da die „größere“ Fähre nicht in die seichte Bucht fahren kann. Es war 8h30 morgens und wir hatten es geschafft!!

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