Höhlenforscher
Nachdem uns die Höhlen in KL schon sehr gut gefallen haben und Balint und Heni gefragt haben, ob wir Lust hätten uns ein Grab zu teilen, sind wir am nächsten Tag zur Fairy Cave aufgebrochen. Bei Ankunft waren wir die einzigen Touristen in einer unglaublich großen Höhle – wir kamen uns vor wie Höhlenforscher, haben alles mögliche ausgekundschaftet und ich habe mich ehrlich gesagt schon auch ein wenig gegruselt! Vor allem als ich die Mischung aus Skorpion und Küchenschabe entdeckt habe, die gerade dabei war eine Fledermaus zu verspeisen… Da war mir dann doch lieber auf die anderen zu warten und zu viert weiter zu gehen! Glaubend, dass uns nun wahrscheinlich die Wind Cave nicht mehr sonderlich viel mehr bieten kann, aber da sie ja am Weg liegt doch auch besucht wird, fuhren wir weiter. Im Gegensatz zur Fairy Cave deren Haupthöhle weit oben und sehr grün war und auch insgesamt mit riesigen Räumen aufwartete, war die Wind Cave ein sehr langes Hölensystem, dass vom Fluss ausgespült wurde – und voll mit Fledermäusen!!! Diese, natürlich wenig begeistert von Besuchern, machten einen Riesenlärm indem sie pfiffen und klackerten und dicht über uns hinweg flogen. Sowohl von den Höhlen an sich, als auch von ihrer Unterschiedlichkeit waren wir einfach nur überwältigt. Wir verabschiedeten uns in Kuching von Balint und Heni, die ebenfalls wieder die Heimreise antreten mussten.
Abschied von Kuching
Tja und dann war die Frage was nun? Weiterreisen? In Kuching bleiben? Woanders hinfahren und zum Rainforest Music Festival (wurde uns wärmstens empfohlen!) wiederkommen? Der Zufall nahm uns die Entscheidung ab: wir fanden einen günstigen Flug nach Kota Kinabalu (KK) und damit stand fest, wir reisen am nächsten Tag weiter. Also noch schnell in Waschsalon und am Abend nochmal mit Yussuf und seiner Familie treffen. Der Empfang war noch herzlicher als beim ersten Mal, wenn das überhaupt geht, wie wenn wir schon alte Freunde wären. Wir quatschten, lachten und aßen vorzügliches Essen – abgesehen vielleicht vom Durianeis zum Nachtisch… Und als Hawa hörte, dass ich Ohrringe und Armketten liebe, machte sie mir noch ein Geschenk! Schließlich wurde wir noch von ihnen zurück zum Hostel gebracht und verabschiedeten uns herzlich – hoffentlich sehen wir sie nochmal wieder, wer weiß vielleicht sogar in Tirol! Beim Hostel haben uns dann Yussuf und Hawas Sohn in Empfang genommen, die im Gegensatz zum Rest der muslimischen Familie Alkohol trinken, dies allerdings nicht gerne vor der Familie kundtun, um mit uns noch auszugehen. Wir fuhren in ein Hostel mit dessen englischen Besitzer Yussuf befreundet ist, spielten eine Runde Dart und dann gings weiter in sowas wie einen Elektro-Club – genau Jakobs Musik halt 🙂 Irgendwie wars lustig, irgendwie schräg (vor allem die doch sehr offenherzigen und betrunkenen jungen Australierinnen) und auch gut als wir dann schließlich im Bett lagen.
Weiterreise nach KK
In der Früh gepackt, Frühstückskaffee und ab gings zum Flughafen – alles gut, bis auf die Tatsache, dass mein Magen nicht mitspielte und ich bis zum Abflug um 12h40 bereits 5 Mal auf der Toilette war… Naja, hilft ja doch nichts, musste ich durch und ging dann auch irgendwie. In KK angekommen gings dann wieder mit dem Grab in die Innenstadt und wir zwei Schlauen haben uns gleich mittendrin absetzen lassen, wo es angeblich am Besten ist zum Übernachten – entspricht sicherlich den Tatsachen, wenn man das entsprechende Kleingeld mitbringt – was wir nicht tun/wollen. Ich war schon ein bisschen geschafft, also bin diesmal ich mit Gepäck und Cola (ja, die hohe Luftfeuchtigkeit hat mich zur Colatrinkerin gemacht) gewartet, während Jakob losgezogen ist, um uns eine Unterkunft zu suchen. 1,5 Stunden später kam ein erschöpfter (der Vorabend ist auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen) und dezent frustrierter Jakob zurück – die Ausbeute an freien und halbwegs angenehmen Zimmern war überschaubar… Aber was solls, das nächste Gewitter nahte bereits und wir zogen los. Keine 5 Minuten unterwegs bekamen wir den Tipp doch mal in das Backpackerviertel zu schauen – ist ja nicht so, dass wir schon die ganze Zeit danach gesucht, gefragt und gegoogelt hätten – mit Wegbeschreibung. Gesagt, getan – ins erste rein – Zimmer einfach, aber sauber und ein total süßer Gemeinschaftsbereich – nehmen wir! Ja und damit waren die Erlebnisse des Tages auch schon vorbei, da wir beide noch etwas angeschlagen waren und auch der nächtliche Dauerregen nicht zum Flanieren einlud.
2 replies on “Caves und weiter nach KK (Kota Kinabalu)”
Dieses Viech auf dem ersten Foto lässt bei mir die Frage aufkommen, ob nicht Jakob vielleicht ein neues Vereinslogo brauchen könnte (zuhause). Was haben sie euch denn da für ein Zeug angedreht? Wenn Alkohol, dann was Feines. Und, Juliane, Wasser löscht den Durst besser, hast du immer gesagt …
Alles Gute euch zweien!
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Ja, schaut grauslich auch, ist aber ziemlich klein und (ich glaube jedenfalls) relativ ungiftig… Liebe Grüße von den perhentian islands!
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