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Orang Utans

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Die Wahl des Fortbewegungsmittels fiehl aufgrund der allzu frühen Abfahrtszeiten ein weiteres Mal auf Grab. Der Fahrer erzählt uns bei der Hinfahrt schon, dass auch auf seiner täglichen Joggingstrecke hinterm Haus immer wieder Orang Utans zu sehen sind – wir sind schon sehr gespannt!

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Als wir zur Fütterungsstelle kommen (Semenggoh ist ein Zentrum, wo verletzte oder misshandelte Orang Utans wieder ausgewildert werden und dann manchmal zurück kommen, um Früchte zu essen) sind schon viele Menschen da – nur keine Orang Utans! Daran ändert sich auch in der nächsten Stunde nichts, außer den Eichhörnchen, die sich über die von den Affen verschmähten Früchte hermachen.

Mit der Hoffnung auf mehr Glück am Nachmittag machen wir uns auf den Weg ins nächste Dorf, um etwas zu essen und Jule möchte noch ein Kleid für die Hochzeit ihrer Schwester kaufen. Es sind ca. 3km – aber habe ich schonmal erwähnt, dass Gehsteige Mangelware sind? Um 14h00 heißt es dann Essen-check, Kleid-check und wir treten den Rückweg an – es ist noch heißer geworden und wir freuen uns, als nach 2/3 der Strecke ein Student anhält um uns mitzunehmen!! Wieder am Parkeingang angekommen, erwarten uns sicher 30 Personen in orangenen T-Shirts – was es da wohl auf sich hat? Wir werden aufgeklärt: Sie begleiten eine Fackel. Welche Fackel dies genau ist (die olympische?) kann uns jedoch niemand sagen und auch nicht, woher die Fackel kommt oder wohin sie am Ende gebracht wird… Aber immerhin ist sie auf dem Weg!

Wir haben Glück: nach einem kurzen Schauer werden wir früher in den Nationalpark gelassen und auch einer der großen männlichen Affen hat beschlossen, dass er JETZT Hunger hat und nicht in einer Stunde! Es sind gewaltige Tiere und er demonstriert uns seine Kraft indem er sich unmittelbar vor uns in die Bäume hängt – wunderschön!!! Gemeinsam mit der ergatterten Kokosnuss macht er sich dann auf den Rückweg in den Dschungel bevor die anderen Touristen kommen.

 

Wir schauen uns noch die eingesperrten Krokodile an und überlegen schon, ob wir wieder fahren sollen, als der neuerliche Ruf ertönt: ein Orang Utan Weibchen mit Baby ist auf dem Weg zur Futterstelle – also los! Sie ist scheu, betrachtet die klickenden Kameras ängstlich, schnappt sich die Früchte und wieder ab nach oben – ich kanns verstehen, bei den Objektiven!

 

Auch an einer anderen Stelle haben sich noch zwei Orang Utans und das Männchen vom Anfang eingefunden. Sie sind wunderschöne und geschickte Tiere, ich verstehe nicht, wie man sie einsperren kann!

 

Voll mit Eindrücken und eigentlich zu spät sprinten wir zum Bus, den wir grade noch erreichen bevor er losfährt. Wir trennen uns von Jule und Tobi um Essen zu gehen und treffen uns dann wieder auf ein Bierchen, um ihren spannenden Reiseberichten zu lauschen und mit unserem Hostelchef zu quatschen.

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