
Schon beim Zähneputzen lernen wir zwei Deutsche, Jule und Tobi, kennen, die die letzten 2,5 Jahre in Neuseeland, Australien und Südostasien unterwegs waren. Beim Frühstück gegenüber im Cafe Indah kommen wir ins Gespräch und vereinbaren mal locker uns am Abend wieder im Hostel zu treffen. Für uns geht es danach weiter zum Gunung Gading – kurze Überlegung den Bus zu nehmen und entscheiden uns dann für Grab, dass uns nun schon von einigen Leuten ans Herz gelegt wurde. Klappt super, Fahrer bringt uns direkt bis zum Parkeingang und wir checken uns ein Nationalparkticket.

Ein Guide wird wärmstens empfohlen, eigentlich wollen wir ja auf eigene Faust los, aber probieren wir mal…es lohnt sich!! „Unsere“ Parkrangerin Antonia ist direkt im Ort daneben aufgewachsen und kennt den Dschungel wie ihre Westentasche. Sie zeigt uns, welche Tiere wir angreifen können, welche bei Dunkelheit leuchten, vor welchen Tieren wir uns besser in Acht nehmen sollten und natürlich die Rafflesia in allen Stadien der Blüte. Wir sind froh mit ihr unterwegs gewesen zu sein und die Stunde geht schnell vorbei.
Danach ziehen wir alleine los, wir haben uns den am weitesten entfernten Wasserfall vorgenommen. Unterwegs treffen wir auf allerlei Insekten und Leguane…und es ist unglaublich schwül – ich weiß nicht, ob ich schonmal sooo geschwitzt habe!! Retour vom Park geht es dann zu Fuß in das nächste Dorf, um von dort mit dem Bus zurück nach Kuching zu fahren. Es ist heiß und der Weg zieht sich…aber wir kommen noch vor Anbruch des Gewitters dort an! Es stehen haufenweise Motorräder rum, was in Asien ja an und für sich nichts besonderes ist, aber diese Chopper wirken ziemlich gepflegt. Es stellt sich heraus, dass der Motorradclub Kuching einen Ausflug nach Lundu gemacht hat! Dies verkürzt die Wartezeit auf den Bus und von der Rückfahrt nach Kuching bekomme ich nicht viel mit, weil ich sofort wegschlafe!! Erholt am Busbahnhof angekommen, wollen wir gleich wieder grabben, weil das ja am Vormittag so gut funktioniert hat… und es klappt nicht… bis wir merken, dass wir den falschen Standort eingegeben haben, vergeht eine halbe Stunde und wir schon am Schimpfen! Also doch mit Taxi zurück in die Stadt und mit Jule und Tobi für den nächsten Tag vereinbart gemeinsam zum Semenggoh Wildlife Center zu fahren.
